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Souvenir der Togomandingo-Truppe aus Westafrika (ca. 1904)

Im Ersten Weltkrieg waren menschliche Zoos oft ein großes Geschäft, mit größeren Shows zogen sie Tausende von Besuchern an. Nach der Teilnahme an der Berliner Kolonialausstellung Nayo Bruce 1896 (J.C. Bruce) erkannte ein Händler und Mitglied der togolesischen Küstenelite aus Aného frühzeitig die finanziellen Möglichkeiten, die solche Veranstaltungen bieten konnten. 1898 kehrte er mit über dreißig Anhängern, darunter auch Familienmitglieder, nach Deutschland zurück und gründete seinen eigenen menschlichen Zoo. Über einen Zeitraum von fast zwanzig Jahren tourte Bruce mit verschiedenen Inkarnationen seiner Truppe durch weite Teile Europas. Der Barbadier Charles Burkett gründete vor 1914 auch eine Tourneetruppe, die in der Zwischenkriegszeit weiter auftrat.

Diese Postkarte, ein Souvenir aus der Zeit um 1904, präsentiert Bruce, gekleidet in Anzug und Krawatte, als erfolgreichen Impresario, umgeben von seinen Darstellern. Seine Kleidung steht im Kontrast zu den exotischeren Kostümen, die die Künstler tragen. Die Musikinstrumente, Speere und Schwerter, die von einigen der Darsteller gehalten werden, deuten auf die Art des Spektakels hin, die das Publikum erwarten konnte.

Robbie Aitken (translated by Lilian Gergely)


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Quelle: Postcard (ca. 1904), Collection Aitken.


Souvenir der Togomandingo-Truppe aus Westafrika (ca. 1904) by Robbie Aitken and Lilian Gergely is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License. Permissions beyond the scope of this license may be available at https://blackcentraleurope.com/who-we-are/.

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