Die Erfindung eines Wappens für den Schwarzen König (ca. 1370-1395)

Der Dozent Jean Devise hat die frühesten Verwendungen von einem Mohren und einer schwarzen Figur in der Heraldik bis nach Bayern, dem oberen Rheinland und Untersachsen im späten dreizehnten und späten vierzehnten Jahrhundert verfolgt. Der Einsatz in familiären und institutionellen Wappen spiegelt zu dieser Zeit höchstwahrscheinlich die Verbreitung der Bilder der staufischen Kaiser wider, wie die des Heiligen Mauritius und des Schwarzen Königs, in dem schwarze Figuren für die universalistischen Ansprüche der Kirche und des Reiches eintraten.

Der Illustrator eines Wappenkatalogs aus dem vierzehnten Jahrhundert, der heute als Gelre Armorial bekannt ist, erfand ein Wappen für die Drei Könige/Magier, um mit dem Wappen des Erzbistums Köln einherzugehen, das der Ort für die Schreine der Drei Könige und dem Heiligen Mauritius ist. Das Wappen eines schwarzen Balthasars, das den Heiligen Mauritius und sein Speer zeigt, war einflussreich bei der Verbreitung des Bildes einer schwarzen Figur als Symbol für die Reichweite des Christentums.

Jeff Bowersox (translated by Lilian Gergely)


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Gelre Armorial

Quelle: Gelre Herault d’Armes (ca. 1370-1395), Bibliotheque Royale Albert Ier Ms. 15625-5, fol. 28v.


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