Der Grabstein eines kamerunischen Prinzen (1891)

Der Grabstein von Prinz Equalla Deido (Songue Epee Ekwalla Eyoum Ebelle) auf dem Holthausenfriedhof in Mülheim an der Ruhr belegt die zunehmende Präsenz Schwarzer Männer, Frauen und Kinder in Deutschland vor 1914. Equalla Deido aus Kamerun war der erstgeborene Sohn des berühmten Duala Epee Ekwalla (Jim Ekwalla oder König Deido) und wurde wie Dutzende anderer männlicher Jugendlicher aus kamerunischen und togoischen Elitefamilien vor 1914 in Deutschland zur Schule geschickt. Ein jüngerer Bruder, Otto Ekwalla, wurde später in Berlin ausgebildet.

Equalla Deido starb wenige Monate nach seiner Ankunft in Mülheim im Mai 1891. Während deutsche Quellen vermuten lassen, dass er an einer Lungenentzündung starb, wie eine Reihe früher afrikanischer Besucher, erzählt die mündlich überlieferte Geschichte in Deido, dass er in einem Duell starb, als er seine Ehre verteidigte, nachdem er diskriminierenden Bemerkungen ausgesetzt worden war. Sein Vater besuchte die Grabstätte während seines Aufenthaltes in Deutschland als Teil der Duala-Delegation 1902 in Berlin.

Das Bild zeigt den restaurierten Grabstein, der das Todesjahr von Equalla fälschlicherweise als 1901 und nicht als 1891 bestimmt.

Robbie Aitken (translated by Lilian Gergely)


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Equalla Grave Muelheim2.jpg

Quelle: Aitken, Robbie. Personal collection.


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